Küchenkräuter

Thymian

Thymian blüht

Der Thymian gehört auch zu den häufig eingesetzten Küchenkräutern der mediterranen Küche. Er hat einen herb-würzigen Geschmack und wird in vielen Fleischgerichten aber auch in Gemüse-, Pilz- und Kartoffelgerichten vor.

Kochen mit Thymian

Zu Kochen werden die Blätter und Blüten in einigen Gerichten aber auch ganze Zweige des Thymians verwendet, die dann wieder entfernt werden. Der Thymian wird frisch aber auch getrocknet verwendet. Im getrockneten Zustand ist das Aroma noch stärker präsent. Bei höheren Temperaturen wird es noch besser freigesetzt. Daher wird der Thymian möglichst am Anfang zugegeben und lange mitgekocht.

Der Thymian wird in sehr vielen Gerichten verwendet. Dazu gehören vor allem Fleischgerichte mit Lamm und viele Gemüsegerichte die Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten.

Gerne wird der Thymian mit Rosmarin und Knoblauch kombiniert. Bekannte Kräutermischungen mit Thymian sind Kräuter der Provence (Thymian, Rosmarin, Majoran, Lorbeer, Bohnenkraut und Bouquet garni (Thymian, Salbei, Lorbeer).

Arten

Von den über 200 bekannten Thymus – Arten werden einige zum Kochen verwendet.

Echter Thymian (Thymus vulgaris)

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) wird am häufigsten als Küchenkraut eingesetzt. Falls in einem Rezept nichts anderes erwähnt ist, kann man davon ausgehen, dass dieser gemeint ist.

Echter Quendel (Thymus pulegioides)

Ist milder als der Echte Thymian.

Zitronen-Thymian (Thymus × citriodorus)

Der Zitronen-Thymian hat ein ähnliches Aroma wie der echte Thymian aber zusätzlich eine an Zitrone erinnernde Note und passt daher gut zu Lamm oder Fisch.

Thymus mastichina

Thymus mastichina wird auch als Spanischer Wilder Majoran bezeichnet. Hat ein eukalyptusartiges Aroma und wird in der spanischen Küche verwendet.

Kümmel Thymian (Thymus herba-barona)

Diese reich blühende Thymianart stammt aus Sardinien und Korsika. Sie hat Aroma das an Kümmel bzw. Kreuzkümmel erinnert und kommt auch als Ersatz für den Kümmel in Frage.

Kaskadenthymian (Thymus longicaulis ssp.odorata)

Auch wegen seines Geschmacks als  Steinpilzthymian bekannt.

Verbreitung

Verschiedene Thymianarten wachsen vor allem im gesamten Mittelmeerraum aber auch teilweise in Europa und Afrika wild.

Verwendung als Heilkraut

Bereits die griechische Ärzte Hippokrates und Dioskurides sollen den Thymian bei Atemwegserkrankungen eingesetzt haben.

Auch heute Thymian wird bei Erkältungen meist gegen die Symptome von Husten, Schnupfen und Halsschmerzen eingesetzt.

Die Wirkung des Thymians beruht hauptsächlich auf den darin enthalten ätherischen Öle, die u.a. als antibakteriell und entzündungshemmend gelten. Daher wird er auch gerne als natürliches Antibiotikum bezeichnet.

Thymian selber ziehen und ernten

Der Thymian ist winterhart und lässt sich auch hierzulande leicht kultivieren da er sehr anspruchslos ist. Er bevorzugt einen hellen und trockenen Standort. Der Boden sollte wasserdurchlässig und nährstoffarm sein.

Vermehrung

Vermehrt werden kann er über Stecklinge oder durch Aussaat. Für die Stecklingsvermehrung werden 10 bis 15 cm lange Triebe abgetrennt und die unteren Blätter entfernt. Die Stecklinge in Kräutererde stecken und mäßig feucht halten. Bei der Aussaat ist auf einen hellen Standort und zu achten.

Ernte

Geerntet vor der beginnenden Blüte. Dazu werden ganze Zweige abgeschnitten, zu kleinen Büscheln zusammengebunden und zum Trocknen aufgehängt.

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