Produkttest

Im Test der Philips Airfryer XL

Ich hatte die Möglichkeit den Philips Airfryer XL HD9240/90 zu testen und meine eigenen Erfahrungen damit zu machen. Grundsätzlich bin immer aufgeschlossen für neue Technik, auch wenn mir von Anfang an nicht so ganz klar war, wieso man dieses zusätzliche Gerät braucht. Aber vielleicht kann man ja damit ganz besondere Gerichte zaubern?

Technik und Design

Der Philips Airfryer XL ist tatsächlich keine Fritteuse sondern eine Art kleiner Heißluftofen. Heiße Luft wird dabei durch einen Korb gejagt in dem sich die zuzubereitenden Speisen befinden. Die Heißluft wird auf bis zu 200°C erhitzt. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt dass der Philips Airfryer XL eine Leistung von 2100 Watt hat und ein handelsüblicher Backofen schon bis zu 275°C schafft.

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Die Größe des Gerätes ist mit 31,5 x 30,2 x 42,3 cm beachtlich und nimmt damit auf der Arbeitsplatte ein recht großes Areal ein. So sieht meine Kenwood Chef Küchenmaschine daneben schon recht klein aus. Nun wäre das kein Problem wenn man genug Platz dafür hat, wäre da nicht das Design das da doch sehr klobig daherkommt. Das Gehäuse ist aus schwarzem glänzendem und nicht wie auf manchen Produktfotos mattem Plastik.

Der Test

Für eine realistische Bewertung sollte der Philips Airfryer XL auch bei einem Gericht zum Einsatz kommen für das es nach der Beschreibung gemacht ist. Da kamen für mich gleich die Kartoffelecken bzw. Rosmarinkartoffeln in Frage. Die werden laut dem mitgelieferten Rezeptbuch genauso zubereitet wie die Pommes Frites. Leider fängt schon beim Rezeptbuch die Verwirrung an. Zunächst werden in einer Tabelle für verschiedene Rezepte die maximalen Mengen angegeben. Da stehen bei Kartoffelecken 900 Gramm Kartoffeln. Bei „Häufig gestellte Fragen (FAQ)“ wird empfohlen die Pommes Frites in Portionen zu maximal 750 Gramm Kartoffeln zuzubereiten. Die Rezepte für Pommes Frites und Kartoffelecken geben allerdings 1200 Gramm Kartoffeln an. Ich entscheide mich für die Mitte, also ca. 1000 Gramm da mir die Menge sonst bei einer 4 köpfigen Familie etwas zu klein vorkommt.IMG_6235

Nun zur Zubereitung: Die mittelgroßen festkochenden Kartoffeln werden gewaschen und jeweils in 6 Spalten geschnitten. Die Kartoffelspalten dürfen dann für mindestens 30 Minuten im Wasser einweichen. Ich hab sie dazwischen immer noch mal leicht bewegt. Das Wasser wird abgegossen und die Spalten werden mit einem Küchentuch sorgfältig trocken getupft. Danach werden sie in eine Schüssel gegeben. Darüber träufelt man 1,5 Esslöffel Olivenöl und rührt vorsichtig um bis alle Wedges gleichmäßig mit Öl bedeckt sind.

Der Philips Airfryer XL wird nun auf 160°C vorgeheizt was relativ schnell geht. Dann kommen Kartoffelspalten in den Korb für 16 Minuten. Dazu wird die Zeitschaltuhr entsprechend eingestellt. Nach dieser Zeit wird der Korb herausgenommen und die Wedges geschüttelt. Die kommen nun noch mal für 12 Minuten bei nun 180°C in den Airfryer.

 

Das Ergebnis ist geschmacklich nicht schlecht, aber auch nicht berauschend, denn so richtig knusprig sind die Wedges nicht geworden. Einige Kartoffelecken sind darüber hinaus trotz des Rüttelns etwas zusammen geklebt. Insgesamt würde ich sagen sind im Backofen bei Umluft gemachten Kartoffelecken um einiges knuspriger.

Bewertung für den Philips Airfryer XL und Fazit

Nach der mit dem Philips Airfryer XL gemachten Erfahrungen würde ich diesen für Hobbyköche nicht empfehlen, da dieser keine wirklichen Vorteile bringt. Besonders wenn man die Realität mit dem Werbeversprechen vergleicht.

80% weniger Fett

Das trifft nur zu wenn man die jeweiligen Speisen in Öl frittiert und danach nicht abtupft. Bei den getesteten Kartoffelecken ist der Unterschied zu den Backofen gemachten gleich Null. Hier ergibt sich nur für ständige Fast-Food-Esser ein Vorteil die vor allem viel ölfrittierte Speisen mögen.

Knusprigkeit

Die versprochene besondere Knusprigkeit konnte ich nicht feststellen.

Schnelligkeit

Die Bezeichnung „Rapid Air Heißluft-Technologie“ könnte zu der Annahme führen, dass die Zubereitung besonders schnell geht. Das ist eher nicht der Fall, denn die Wedges sind im Backofen mindestens gleich schnell fertig.

Empfehlung

Der Philips Airfryer XL ist vor allem als Ersatz für eine Fritteuse denkbar für Leute die viel Frittiertes und Fertiggerichte zubereiten und denen der hohe Preis nichts ausmacht, aber nichts für Hobbyköche die Wert auf Geschmack und gesundes Essen legen.

Wer trotzdem den Airfryer kaufen möchte, kann das hier tun:

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Philips Airfryer XL
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